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    Häufige Fragen

    Bestattung und Corona

    Darf ich einen Verstorbenen, der eine Corona-Erkrankung hatte, aufbahren?
    Auch wenn manche Bundesländer es erlauben, ist es in Bayern leider nicht möglich, einen an Corona erkrankten Verstorbenen aufzubahren. Gemäß § 7 BestV Bayern darf ein Verstorbener, der an einer Krankheit nach § 7 IfSG gelitten hat, weder gewaschen noch rasiert oder angezogen werden. Es darf also keine hygienische Versorgung erfolgen und die Angehörigen dürfen auch nicht am offenen Sarg Abschied nehmen.


    Wir bedauern diese Vorgabe persönlich sehr, weil der letzte Abschied von einer geliebten Person, die aufgrund von Quarantäne keinen Kontakt zu den Angehörigen hatte, ein wichtiger Schritt im Trauerprozess wäre.
    Corona in Bad Kissingen – was muss ich bei der Trauerfeier / Bestattung beachten?
    • Der erforderliche Mindestabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten.
    • Es soll eine FFP2- Maske getragen werden.
    • Dem Bestatter sollte eine Teilnehmerliste vorliegen.
    • Hygienespender und Informationen hängen am Friedhof aus.
    • Die zulässige Teilnehmeranzahl variiert, siehe nächste Frage.
    Wie viele Trauergäste dürfen momentan an einer Trauerfeier / Bestattung in Bad Kissingen teilnehmen?
    Die zulässige Höchstgrenze der Teilnehmerzahl orientiert sich an den Vorgaben des Bayerischen Ministeriums für Gesundheit und Pflege, wodurch der Ausrichter einer Trauerfeier die Wahl hat, entweder eine Abstandsregelung zu beachten oder 3G anzuwenden. Der Friedhof wendet die Abstandsregelung an, sodass die Raumgröße mit einem Sicherheitsabstand von 1,5 Metern als Referenz gilt. Somit sind momentan in der großen Halle (Aussegnungshalle) 35 Personen zulässig. Im Außenbereich ist keine Personenhöchstzahl vorgegeben.

    Allgemeines

    Darf ich die Urne mit nach Hause nehmen?
    Leider verwehrt es das Bundesland Bayern den Angehörigen, selbst die Urne des Angehörigen zum Friedhof zu transportieren. Offenbar wird ihnen kein pietätvoller Umgang mit der Asche ihrer verstorbenen Verwandten zugetraut. Dies wirft jedoch die Frage auf, warum der weithin übliche Postversand von Urnen eher der Totenwürde entsprechen sollte. Wer die Asche Verstorbener persönlich zur Grabstätte befördert, zeigt damit den Wunsch nach aktiver Teilhabe. Von einem pietätvollen Umgang mit den sterblichen Überresten sollte beim Transport durch die Angehörigen grundsätzlich ausgegangen werden. Aus dem Verbot spricht aus unserer Sicht ein Misstrauen gegenüber Trauernden, das den Bürger bevormundet.
    Kann ich mir aussuchen, auf welchem Friedhof ich beigesetzt werden möchte?
    Nein. Man hat nur Anspruch auf eine Grabstelle an dem Ort, an dem man seinen gemeldeten Erstwohnsitz hat. Die Beisetzung in anderen Orten ist nur möglich, wenn dort bereits ein Familiengrab vorhanden ist, in dem man mit beigesetzt werden kann, oder wenn ein Friedhof es aus freier Entscheidung erlaubt, weil er zum Beispiel zu viele freie Gräber hat.
    Darf ich auch im Garten beerdigt werden?
    Nein. In Deutschland gibt es einen Bestattungszwang. Er ist ehemals aus dem Schutz der Bevölkerung vor ansteckenden Krankheiten entstanden, der bis heute gültig ist. Obwohl bei Urnen diese Gefahr nicht besteht, werden alle menschlichen Überreste grundsätzlich gleich behandelt. Der Hintergrund dieser Regelung ist auch, das Risiko, dass menschliche Überreste irgendwann im Müll landen, zu vermeiden.

    Zwar möchte eine Witwe die Asche ihres Mannes vielleicht gerne auf dem Kamin haben, doch was passiert, wenn sie verstirbt und keine Angehörigen mehr da sind? Ein Nachmieter wird sich sicher nicht um eine aufwändige Beisetzung und den Erwerb eines Grabes kümmern wollen.
Ähnlich verhält es sich mit anderen Bestattungsformen, wie der Diamantbestattung. Hier handelt es sich um eine Umgehung deutscher Gesetze, und eigentlich müsste der Diamant nach der Einfuhr in Deutschland in einer Grabstelle beigesetzt werden, denn er besteht ja aus Teilen menschlicher Überreste und ist damit bestattungspflichtig.
    Wird die Asche von mehreren Personen vermischt?
    Nein. Beim Einäscherungsprozess befindet sich immer nur ein Sarg mit einem Verstorbenen in der Brennkammer. Nach der Einäscherung wird die Asche entweder durch eine Drehklappe im Boden (Etagenofen) oder durch Abziehen nach hinten (Flachbettofen) weitertransportiert. Erst dann wird der nächste Verstorbene in die Brennkammer eingebracht. Durch diesen Vorgang wird eine Vermischung der Asche vermieden. Ein Schamottestein mit einer Registriernummer begleitet den Verstorbenen von der Anlieferung des Sarges bis in die Urne. Der feuerfeste Stein wandert durch den kompletten Einäscherungsprozess, um Verwechslungen zu vermeiden. Beim Abfüllen der Asche in die Urne wird kontrolliert, dass Name, Daten und Registriernummer mit dem Schamottestein übereinstimmen.
    Warum werden die Fenster im Sterbezimmer geöffnet?
    Die Angst vor Wiedergängern war in früherer Zeit sehr groß und man wollte vermeiden, dass die Seele eines Menschen im Haus bleibt und Unheil anrichtet. Damit das nicht geschehen, sondern die Seele ihren Weg ins Freie und in den Himmel finden konnte, wurden die Fenster geöffnet – und dieser Brauch besteht bis heute.

    Das Öffnen der Fenster hatte früher aber auch ganz praktische Gründe:, Da die Verstorbenen bis zu einigen Tagen im Sterbebett blieben - der Schreiner musste den Sarg anfertigen, das Grab musste durch die Totengräber ausgehoben werden -, wollte man unangenehme Gerüche vermeiden.
    Warum verwendet man bei Feuerbestattungen keine Pappsärge?
    Särge aus Pappe oder ähnlichen Materialien werden oft als besonders günstig und ökologisch angepriesen. Allerdings gibt es kaum etwas umweltfreundlicheres als einen Sarg aus heimischen Hölzern. Holz ist grundsätzlich CO2-neutral, da bei der Verbrennung nur soviel Kohlenstoff freigesetzt wird, wie der Baum in seinem Leben eingespeichert hat. Auch der Preis ist nicht so günstig, wie man meinen möchte – ein einfacher Fichtensarg ist im Einkauf oft sogar noch etwas günstiger.

    Problematisch wird es bei der Einäscherung. Viele Krematorien verweigern die Annahme von Pappsärgen aus Kostengründen. Bei der Kremation wird der Holzsarg mit dem Verstorbenen in den vorgeheizten Ofen eingebracht, woraufhin das verbrennende Holz einen Großteil der Energie liefert. Ein Pappsarg verbrennt innerhalb weniger Sekunden und erzeugt dabei nicht die Temperatur, die für die Einäscherung benötigt wird. Folglich muss das Krematorium Energie zuführen. Dabei entstehen zusätzliche Kosten, die bei einer Zunahme von Pappsärgen zur Erhöhung der Einäscherungsgebühren führen würde. Weitere Nachteile sind auch beim Transport von Verstorbenen festgestellt worden, denn wenn Feuchtigkeit in das Material eindringt, verliert die Pappe ihre Festigkeit und verformt sich. Die Vorteile, wie eine einfachere und kostengünstigere Lagerung, wiegen leider die angeführten Nachteile nicht auf. Daher bieten viele Bestatter in Deutschland diese Alternative erst gar nicht an.

    Organisatorisches

    Was ist im Trauerfall alles zu erledigen?
    Hierzu stellen wir Ihnen gerne in unserem Downloadbereich einige Checklisten zur Verfügung, sodass auch nichts vergessen werden kann.
    Was ist die Vorfahrt in Bad Kissingen?
    Bei jedem Menschen, der in Bad Kissingen verstorben ist und die Ortsgrenze Bad Kissingen verlässt, hat der Bestatter die Pflicht, beim Friedhof in Bad Kissingen vorzufahren. Auf dem Friedhof werden dann Identität und Formalitäten überprüft. Es wird außerdem kontrolliert, ob der Verstorbene sich in einem angemessenen, sauberen Zustand befindet. Die Stadt Bad Kissingen gibt die Möglichkeit, eine Befreiung der Vorfahrtspflicht zu beantragen, und berechnet dafür 70€.
    Vorfahrt in Bad Kissingen – Abzocke oder sinnvolle Kontrollinstanz?
    Bedauerlicherweise haben sich Vorfälle gehäuft, in denen Verstorbene weder ordnungsgemäß überführt noch hygienisch versorgt wurden. Da es sich hierbei um eine grobe Missachtung der Menschenwürde handelt, die beim Tod nicht aufhört, hat die Stadt Bad Kissingen diese Kontrolle eingeführt. Ziel ist es, sicherzustellen, dass Bestatter die Verstorbenen in einen „schicklichen“ Zustand bringen und vernünftig einsargen.


    Es ist wirklich schade, dass dieser Umstand notwendig ist, um die Qualität der Arbeit mancher Bestatter zu verbessern. Da bei uns ohnehin jeder Verstorbene nach DIN EN 15017 hygienisch versorgt wird, haben wir kein Problem damit, wenn man uns auf die Finger schaut.
    Was ist die Ruhefrist und wie lange dauert sie?
    Die Ruhefrist ist die Laufzeit eines Grabes. Sie ist von Friedhof zu Friedhof unterschiedlich und beträgt mindestens acht Jahre, kann aber bis zu 50 Jahren andauern. Durch Bodengutachten des jeweiligen Friedhofs wird die Zeit festgelegt, die der Körper eines Verstorbenen im Normalfall benötigt, um nur noch Gebeine zurückzulassen. Rechtlich ist in dieser Zeit das Öffnen der Grabstelle eine Störung der Totenruhe. Nach dieser Ruhefrist kann die Grabstätte in den meisten Friedhöfen wieder neu belegt werden. Für Urnen wird diese Frist in der Regel übernommen, um eine einheitliche Rechtsgrundlage zu schaffen. In vielen Friedhöfen muss die Nutzung des Grabes für die gesamte Ruhefrist im Voraus bezahlt werden. Im Landkreis Bad Kissingen sind bei Urnengräbern jeglicher Art 10 Jahre und bei anderen Erdgrabstätten 20 Jahre ab dem Tag der letzten Beisetzung üblich.
    Was passiert nach der Ruhefrist?
    Ist die Ruhefrist abgelaufen, so haben die Angehörigen die Möglichkeit, das Grab für eine weitere Nutzungszeit zu pachten. Die Ausnahme stellen Reihengräber dar, die immer nur für eine Ruhefrist erworben werden können. Nach Aufgabe der Grabstelle durch die Angehörigen passiert in der Regel erst einmal nichts. Wenn das Grab neu erworben wird, und dort eine Bestattung stattfindet, werden die vorhandenen Gebeine in der gleichen Grabstelle einfach etwas tiefer beigesetzt. Werden Urnen ausgegraben, so finden diese in der Regel ihren Platz auf dem anonymen Urnenfeld des Friedhofs. Grundsätzlich bleiben jedoch alle menschlichen Überreste auf dem jeweiligen Friedhof.

    Finanzielles

    Wie teuer ist eine Bestattung?
    Auf unserer Seite Konditionen sind unsere Preise transparent für jeden Interessierten einsehbar.

    Leider gibt es immer noch Bestatter, die Ihre Preise intransparent halten, sodass der Kunde oft nicht weiß was auf ihn zukommt oder er gar nicht die Chance hat, Preise zu vergleichen. Wir stehen für eine transparente Preispolitik in der Bestattungsbranche!
    Kann ich eine Bestattung finanzieren?
    Ja, wie bei vielen anderen großen Ausgaben besteht auch bei der Bestattung die Möglichkeit, sie zu finanzieren. Kommen Sie in diesem Fall gerne auf uns zu!
    Wer zahlt, wenn kein Geld da ist?
    Wenn eine Person ohne Angehörige verstirbt, keine Bestattungsvorsorge vorliegt und niemand die Bestattung in Auftrag gibt, ordnet das Ordnungsamt eine Bestattung von Amtswegen an. Dabei wird die einfachste Form der Bestattung gewählt, oft ohne Trauerfeier und mit der Beisetzung in einem anonymen Grab. Werden später Angehörige ausfindig gemacht, müssen diese den ausgelegten Betrag an das Ordnungsamt zurückzahlen. Sind Angehörige vorhanden, die nicht über die finanziellen Möglichkeiten verfügen, die Kosten zu tragen, können diese bei ihrem zuständigen Sozialamt einen Antrag auf Kostenübernahme stellen. Hierbei helfen wir auch gerne. Die Sozialämter sind dann eigentlich verpflichtet, die Bestattung vorzufinanzieren, bis die Prüfung der Vermögensverhältnisse abgeschlossen ist. Die Sozialämter halten sich jedoch oft nicht an geltende Gesetze und versuchen den Vorgang zu verschleppen, bis das Ordnungsamt einschreiten muss oder bis der Bestatter sich bereit erklärt, das Risiko selber zu tragen. Verläuft die Prüfung der Vermögensverhältnisse, die auch mal zwei Jahre dauern kann, positiv, übernimmt das Amt die Kosten für eine einfache, ortsübliche, würdige Bestattung. Ist die Prüfung negativ, können sich alle Beteiligten darüber streiten, woher das Geld kommen soll. Weiterhin gibt es bei uns die Möglichkeit, die Bestattung für einen sogenannten „Soli-Preis“ zu erhalten. Mehr Infos dazu finden Sie auf unserer Seite Konditionen.

    Persönliches

    Werde ich bei einer Erdbestattung von Würmern gefressen?
    Nein. In der Tiefe von etwa eineinhalb Metern sind keine Würmer im Boden – und diese fressen auch keine menschlichen Überreste. Maden werden oft mit Würmern verwechselt, sind aber eigentlich Fliegenlarven, die durch Fliegeneier auf den Körper kommen, wenn er längere Zeit ohne Kühlung gelegen hat. Der Mensch hat unzählige Mikroorganismen in sich, ohne die die Verdauung von Nahrung nicht möglich wäre. Wenn ein Mensch stirbt, beginnen diese Bakterien, ihn von innen zu zersetzen. Diesen Vorgang nennt man Autolyse, und er ist hauptsächlich dafür verantwortlich, dass sich ein Verstorbener zersetzt.
    Werden mir beim Ankleiden die Knochen gebrochen?
    Nein. Die Toten- oder Leichenstarre, der Fachbegriff hierfür lautet Rigor Mortis, ist wie ein Krampf in der Muskulatur. Der körpereigene Stoff ATP wird nach dem Tod nicht mehr transportiert, und die Muskeln verhärten sich. Dies führt nach einigen Stunden zu einer Starre, die etwa nach weiteren 24 Stunden wieder abnimmt, wenn die feinen Muskelfasern langsam damit beginnen, sich durch Autolyse zu zersetzen. Die vorhandene Rigor Mortis kann, wie bei einem Krampf im lebenden Körper auch, durch langsames Dehnen gelöst werden. Knochen werden dazu nicht gebrochen – was bei den meisten Verstorbenen auch kaum möglich wäre, da Knochen extrem belastbar sind und für deren Bruch einige Tonnen Druck ausgeübt werden müsste.
    Was passiert bei der Einäscherung mit dem Zahngold?
    Grundsätzlich gab es bisher zwei Möglichkeiten:
Wenn das Krematorium über einen Goldabscheider verfügte, wurde das Gold nach dem Einäscherungsprozess gesondert gesammelt. Oft bestanden Verträge mit Edelmetallaufbereitern, die den Erlös für humanitäre Zwecke zur Verfügung stellten. Einige Krematorien nutzten jedoch auch die Erlöse der Wertstoffe, um damit die enormen Kosten für die Beseitigung der Giftstoffe zu reduzieren. Die Trennung, Filterung, Lagerung und Entsorgung von hochgiftigen Stoffen, die beim Einäscherungsprozess entstehen, ist um ein vielfaches teurer als die vergleichsweise geringen Erlöse der Wertstoffe.
Besaß das Krematorium keinen Goldabscheider, so befand sich das teilweise geschmolzene Gold unter der Asche des Verstorbenen und war kaum zu erkennen, geschweige denn davon zu trennen. Mittlerweile gibt es bei den Krematorien keinen Entscheidungsspielraum mehr. Durch Beschluss des Bundesgerichtshofes (BGH) in Karlsruhe gehört auch das Zahngold Verstorbener zur Totenasche.